Jekyll+Hyde: Face me!

frei nach Robert Louis Stevenson

Dr. Henry Jekyll, ein angesehener Londoner Arzt, ist ein Getriebener im Hamsterrad des Alltäglichen und gleichzeitig Suchender nach der Möglichkeit eines anderen Ich. Mit Edward Hyde ersinnt er sich in der schützenden Anonymität der Nacht eine zweite Identität, die „echtes Gefühl“ und „wahres Selbst“ erfahrbar machen soll. Dieser Hyde jedoch entpuppt sich als brutal und kriminell und ergreift bald völlig von Jekyll Besitz ...

Robert Louis Stevensons Novelle aus dem Jahre 1886 hat das Doppelgängermotiv als literarisches Sujet populär gemacht. Knapp 150 Jahre später umkreisen wir die Frage „Was macht mich aus?“ auf unseren Social-Media-Accounts und bewerten das Leben anderer genauso wie unseren letzten Restaurantbesuch. Die Theaterbühne macht den Zeitsprung möglich und so findet sich Dr. Jekyll in seiner Sinnsuche nicht durch eine rigide, viktorianische Gesellschaft abgeurteilt, sondern mit einem Theaterpublikum konfrontiert, das live über Leben und Tod im digitalen Zeitalter entscheidet: „Like“ oder „Dislike“?

Die im Corona-Lockdown erarbeitete Produktion will technische Hürden überwinden und erspüren, wie sich ein digitales Eingreifen des Publikums anfühlt. Über die momentan geltenden Abstandsregeln hinaus sucht das Theater Salz+Pfeffer so die Nähe zu seinem Publikum. Die während der Theaterschließung entstandene Produktion feiert zum geplanten Termin Premiere und zeigt: die Theater bleiben funktionstüchtig, auch wenn die Welt um sie herum aus den Fugen ist.

Informationen zur Inszenierung

  • Zielgruppe
    Erwachsene
  • Regie
    Birga Ipsen
  • Spieler
    Wally Schmidt, Paul Schmidt, Marie Kropf
  • Bühnenbild
    Sarah Lisa Matheis
  • Figuren
    Uschi Faltenbacher, Paul Schmidt
  • Technik
    Jonas Bauer
  • Kostüme
    Sarah Lisa Matheis
  • Spielform
    Tischfiguren, Mischformen

Unter Beteiligung von Digital Natives des Wolfram-Eschenbach-Gymnasiums Schwabach und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Stadt Nürnberg und dem Verein zur Förderung kultureller Projekte im Theater Salz+Pfeffer e.V.

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